Wintertour 2015 – Love Is In The Air

Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn verabschiedeten 25 winterfeste Discgolfer die diesjährige Voodoo Dimension Wintertour in die Sommerpause. Es war eine ganz besondere Wintertour mit vielen neuen Rekorden, tollen Erfolgen für die Chainhunters und viel Liebe in der Luft. Neben Amors Pfeilen sorgte auch das Wetter für reichlich Abwechslung. Von windigem Dauerregen über matschigen Schneeregen bis hin zu sonnigen Winterlandschaften war dieses Jahr alles dabei. Bevor ich nun genauer auf die Treffsicherheit von Amor, das Abschneiden der Chainhunters und die neuen Rekorde eingehe, möchte ich an dieser Stelle gerne einmal vier Jahre zurückblicken.

Schon vor einigen Jahren gab es coole und frostgeprüfte Scheibenfreaks wie Dan Sellers, Jorge Hanselmann und Stephan Müller, die sich auch im Winter jeden Sonntag trafen um Scheiben durch den verschneiten Reitplatz in Winterthur zu werfen. Aus diesen entspannten Sonntagsrunden entstand die Idee für eine Wintertour. Bei dieser Tour sollte es nicht um das Gewinnen von Turnieren oder gute Scores gehen. Nein, im Vordergrund dieser Tour sollte das gemeinsame Discgolfen mit Freunden stehen.

Am 20.11.2011 war es dann so weit. Die Wintertour war geboren. Dan Sellers, Mitglied der „Disc Dimension“ in Winterthur organisierte gemeinsam mit den „Voodoo Warriors“ aus Zürich sechs Turniere im Winter. Daher auch der Name „Voodoo Dimension Wintertour“. Das erste Wintertour Turnier der Geschichte bestritten gerade mal 14 Discgolferinnen und Discgolfer.

Doch das sollte sich schnell ändern. Bereits im nächsten Jahr kamen ein weiteres Turnier und ein weiterer Verein hinzu. Die Chainhunters wurden vier Monate nach deren Vereinsgründung Teil der Wintertour und organisierten ein Turnier in Kreuzlingen. Nochmal ein Jahr später kamen die „Big Birdies“ als weiterer neugegründeter Verein hinzu. Die „Big Birdies“ bereicherten die Tour nicht nur mit einem weiteren Turnier in Adliswil sondern auch mit Rafael Heuri, der rasch zum Co-Tour Direktor wurde. Ab diesem Zeitpunkt bestand die Wintertour aus sieben Turnieren (2x Zürich, 2x Winterthur, 2x Kreuzlingen und 1x Adliswil). Mit zwei neuen Vereinen und einem zusätzlichen Turnier gewann die Tour immer mehr an Ansehen und Aufmerksamkeit. Vor allem der entspannte Spirit und die sympathische Organisation von Tour-Direktor Dan Sellers und seinem Co-Tour-Direktor Rafael Heuri motivierte immer mehr Scheibenverrückte auch bei Schnee und Eis ihrem Lieblingshobby nachzugehen. Steht ein Wintertour Turnier vor der Türe, dann ist das nicht wie bei gewöhnlichen Disc Golf Turnieren. Bei der Wintertour gibt es keinen Leistungsdruck, man freut sich vielmehr mit Freunden einen schönen und lustigen Sonntag zu verbringen. Aus diesem Grund ist die Wintertour auch Ideal für Beginner, die einmal entspannte Turnierluft schnuppern möchten.

Dieses Jahr ging die „Voodoo Dimension Wintertour“ in die vierte Runde. Und wie jedes Jahr wurden wieder sämtliche Rekorde gebrochen. Insgesamt haben dieses Jahr 70 Spieler (63 Open und 7 Women) an der Tour teilgenommen. In Kreuzlingen bei den Frozen Lake Open waren zwischenzeitlich über 50 Teilnehmer angemeldet. Von dieser Zahl können manche Swisstour-Turniere nur träumen. Auch wenn nur 39 Spieler erschienen sind, reichte das für einen neuen Rekord. Im Durchschnitt wurden die 7 Turniere von 29,43 Golfern besucht. Ganze 10 Spieler besuchte alle 7 Turniere. Auch in Deutschland genießt die Wintertour einen immer größer werdenden Bekanntheitsgrad. Neben den „Heads Up Freiburg“ und dem SCG Schiebe Dretzar, die dieses Jahr zum ersten Mal dabei waren, war noch ein dritter deutscher Verein sehr stark vertreten. Der Disc Golf Club Achalm war bei jedem Turnier vertreten und stellte darüber hinaus noch einen neuen Rekord auf. Am 18. Januar machten sich Sage und Schreibe 11 DGCA`ler auf den Weg nach Kreuzlingen. Und dabei belegte Tedd Winkelbeiner noch den zweiten Platz. Aber bei den DGCA`lern zeigte sich neben Tedd auch Amor sehr treffsicher. Gleich zweimal traf Amor ins Schwarze und verwandelte somit die Wintertour in eine deutsch-schweizerische Partnervermittlung.

Aber auch für die Chainhunters war es eine sehr erfolgreiche Wintertour. Insgesamt nahmen 10 Chainhunters an der Tour teil. Davon konnten Werner Kuster und Franco Puliafito alle sieben Turniere spielen. Außerdem konnten sich drei Chainhunters unter den ersten 10 platzieren. Franco belegte am Ende Platz 6 und verpasste damit nur knapp eine Trophäe. Philipp Gaiser konnte dieses Jahr sogar sein erstes Turnier gewinnen. In der Gesamtrangliste belegte Philipp (Bild: zweiter von links) den 5.Platz und sicherte sich damit zum zweiten Mal in Folge eine Trophäe. Noch erfolgreicher war aber Alexander Kuster der nicht nur ein Turnier für sich entscheiden konnte, sondern bis zum letzten Turnier noch als Favorit für den Gesamtsieg galt. Nach sechs Turnieren lag Alex auf Platz 1. Im Finale in Zürich gab es dann einen spannenden Dreikampf um den Gesamtsieg. Am Ende sicherte sich Martin Jenny (Bild: ganz rechts) mit dem Turniersieg auch den Toursieg. Alex (Bild: zweiter von rechts) belegte am Ende einen super zweiten Platz vor Raphael Dreier (Bild: dritter von rechts). Herzlichen Glückwunsch Alex, mach weiter so!

Der Viertplatzierte der Europameisterschaft in der Kategorie Masters belegte bei der diesjährigen Wintertour ebenfalls den vierten Platz. Das kuriose an dieser Platzierung ist Stephans Wurfhand. Stephan nutze diesen Winter dafür, seine schwächere Wurfhand zu trainieren und spielte alle Drives und Approaches mit links. Klasse Leistung!

Bei den Damen konnte sich Irene Kanu (Bild: mitte) den Gesamtsieg vor Julia Burkhardt (Bild: rechts) und Silke Beck (Bild: links) sichern. Die Kategorie Junior gewann der Big Birdie Florian Ackermann. Glückwunsch an alle Sieger!

Am Ende möchte ich mich noch ganz besonders bei Dan Sellers und Rafael Heuri für die Organisation der Tour bedanken. Ohne euch wäre die Wintertour nicht das, was sie heute ist. DANKE! Ich freue mich schon jetzt auf nächstes Jahr…

 

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