Erfolgreiches Turnierwochenende für Wek

Die Swisstour machte am Wochendende in Langenthal halt und dies gleich, als Premiere, mit zwei separat gewerteten Turniertagen. Als einzige Chainhunters wagten sich Wek und sein Sohn Alex auf den sehr urbanen Parcours inmitten von Schulhäusern, Wohnblocks, Baugerüsten und Sportplatzgittern. Wer Angst vor OB’s hat oder wer zu forsch und unkonzentriert ans Werk ging, war hier falsch am Platz. Schon auf den Plänen waren vor lauter roten OB-Zonen die schmalen, teilweise arg verwinkelten Fairway-Grünflächen kaum auszumachen.

Schwarzer Freitag

Vor Ort kamen dann noch die hohen Wohnblockwände und die um die Häuserecken wirbelnden Luftturbulenzen dazu. Alex und Wek nahmen dann auch am Freitagabend zusammen mit einigen andern OB-Angsthasen den Parcours bis auf den letzten Millimeter unter die Lupe. Zur gleichen Zeit nahm ein unangenehmer Zeitgenosse den alten Honda von Wek, den dieser auf dem öffentlichen Turnhallenparkplatz inmitten des Parcours abgestellt hatte, sehr genau unter die Lupe. Der dreiste Räuber schlug die hintere Seitenscheibe ein, entwendete Tasche, Tablet und Schlüssel und sorgte so dafür, dass nach der Trainingsrunde Wek mit einem grossen Ärgernis überrascht wurde. Anstelle eines gemütlichen Vater-Sohn-Parcours-Besprechungs-Nachtessens folgte eine längere Polizei-Warte-Auskunfts-Aktion. Die ebenfalls anwesenden langenthaler Discgolffreunde bedauerten den Zwischenfall und machten sich per Fahrrad und zu Fuss auf ins Gelände um die eventuell weggeworfene Tasche zu suchen. Derweil zauberte Javier aus dem grossen Materialfundus von Heinz ein Magic-Klebband womit das defekte Seitenfenster abgedeckt wurde, damit das aufziehende Gewitter nicht noch Wasserschaden anrichten konnte. Alex und Wek genossen dann, einige Zeit später als geplant, doch noch im nahen Parkhotel ein feines Nachtessen.

Samstag – Die erste Par-Runde von Wek und eine unglaubliche 48er Runde von Christof Schlegel

Am Samstagmorgen, bei prächtigem Wetter und leichtem, kühlendem Wind, packten Alex und Wek die präzisesten Scheiben in den Bag und Wek die Ereignisse des Vorabends in die mentale Blackbox und auf gings zum um die Häuser ziehen. Martin Leu, der Td, hatte auf den Bahntafeln minutiös die Distanzen zu den wichtigsten Hindernissen eingezeichnet, so dass sich die Freunde der schwebenden Scheiben zumindest metermässig sehr gut orientieren konnten. Man wusste deshalb genau bei wie viel Metern die Discs in das OB rollten, hüpften, skipten oder flogen. Alex zeigte bei seinem zweiten Swisstour Turnier am Vormittag mit einigen tollen Würfen, dass er sich sehr schnell in diese Sportart eingelebt hat. Er musste jedoch auch einige Bogey’s schreiben und beendete die Runde mit einem seriösen 4 über Par. Wek spielte das erste Mal an einem Turnier eine Par-Runde und blieb damit in Kontakt mit der Spitze. Gespannt war man auf die Scores der besten Spieler auf diesem Präzisionsparcours. Stefan Müller kam mit einer sauberen 50 zurück, aber auch er schrieb 3 Bogey’s – allerdings kompensierte er diese gleich mit zwei Eagle’s! Eine minus 10 das lässt sich sehen. Dann ging ein Raunen durch die wartenden, Christof Schlegel lieferte eine 48 ab, er spielte 6-mal Par und den Rest einfach alles Birdie’s.

Nachdem alle versuchten ihrem Riesensandwich Herr zu werden, nur wenigen gelang es, ging es mit den erspielten Scores auf die nachmittägliche Finalrunde. Alex startete aus dem hinteren Mittelfeld und Wek lag in seinem Fligth einen Wurf hinter Franco und fünf Würfe vor Benji. Alex steigerte sich am Nachmittag und spielte eine blitzsaubere 59er Runde und zeigte damit auf, dass bei weiteren Turnieren mit ihm zu rechnen ist. Franco musste bei den Senior Grandmastern zweimal eine sechs schreiben und konnte mit einer 64er Runde seine Spitzenposition nicht halten. Diese ging an Wek, der mit 61 Würfen seriös durchspielte und erstmals auf der Swisstour Franco hinter sich liess. Und was geschah bei den Open-Spielern? Dort holte sich Stephan mit einer 52er Runde den Gesamtsieg mit 102 Würfen und da Christof am Nachmittag mit 59 würfen (gleich viele wie Alex) einiges schlechter spielte als am Vormittag waren die 102 von Stephan wie gewohnt auch das Tagestopresultat. Nach der Siegerehrung musste Alex aus Familienfestgründen richtung Ostschweiz abdüsen und Wek lernte dank Javier ein sagenhaftes mexikanisches Restaurant kennen. Allein dieser Abend war eine Reise nach Langenthal wert!

Sonntag – Ein kurzes Stechen und ein entfesselter Stephan

Der Sonntag begrüsste die Spieler mit noch heisseren Temperaturen und wenn man die einzelnen Flight’s aus der Ferne betrachten wollte, konnte man sie kaum ausfindig machen. Die spieler verkrochen sich alle unter die Büsche in den Schatten. Nur manchmal trat einer kurz in die Sonne, warf schnell eine Scheibe richtung Korb und schon war er wieder verschwunden. Die Wärme schien jedoch beispielsweise Benji (eine 56er Runde) und Stephan (eine 49er Runde) nicht zu beeinflussen. Wek, der einzige Chainhunter der verblieben war, spielte wiederum eine par – runde (60) und setzte sich schon am Vormittag vor franco, der an diesem Tag einige schlechte Bahnen einzog und im Laufe der Nachmittagsrunde das Turnier aufgab. Dafür lief Heinz Leu, der am Vormittag ebenfalls eine 60 Runde gespielte hat, am Nachmittag zwischenzeitlich zu grosser Form auf und glänzte mit unglaublichen Long-Putts. Am Ende verpasste er ein dreierstechen nur um einen Wurf. Da nämlich Benji einige double Bogey’s einzog konnte sich Wek mit seiner schlechtesten Turnierrunde (66) doch noch knapp ins Stechen retten. Dieses dauerte jedoch auf der von Wek nicht sehr geliebten Bahn 7 nur ganz kurz. Den zahlreichen Zuschauern, die sich eingefunden hatten wurde leider kein Spektakel geboten. Schon der erste Wurf von Wek landete im OB und obwohl es Benji ihm aus Mitleid gleichtat, waren danach nur noch zwei Würfe notwendig und der Turniersieg ging an Benji.

Aber dann war da doch noch Stefan und der zeigte, was es heisst die Konzentration in einem Turnier bis zum Ende hoch zu halten. Nach einer 49er Runde am Vormittag, auf der er das Glanzresultat von Christof vom Vortag noch knapp verpasste legte er am Nachmittag eine 44 hin (4-mal Par, 12-mal Birdie!! und 2-mal Eagle) und schloss das Turnier mit einer sagenhaften 93 (27 unter par) ab.

Da kann man aus Sicht der Chainhunters nur sagen – herzliche Gratulation Stephan – du hast gezeigt, es gibt für uns noch viel zu tun: packen wir’s an! Auch wenn am einen oder andern Ort Kritik am Parcours zu hören war, den beiden Chainhunters hat’s gefallen. Sie bedanken sich herzlich und sind sicher im nächsten Jahr wieder dabei (in einem gepanzerten Fahrzeug mit Kameraüberwachung und Selbstschussanlage) 😉 Hier gehts zu den Fotos (Discmension)

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